Bürokaufleute verdienen knapp 2.500 Euro

Was verdienen Bürokaufleute? Das hat die Hans-Böckler-Stiftung in einer Umfrage recherchiert.

Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement war im vergangenen Jahr der beliebteste Ausbildungsberuf - trotz eines moderaten Bruttomonatsverdienstes. Denn dieser beträgt, wie die Hans-Böckler-Stifung vorrechnet, ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich 2.411 Euro.

In Kleinbetrieben bis zu 20 Beschäftigten, in denen knapp 43 Prozent der Bürokaufleute arbeiten, erhalten diese im Schnitt nur 2.316 Euro, während in Betrieben über 500 Beschäftigten im Schnitt 2.731 Euro verdient werden.

Mit Tarifvertrag höherer Verdienst und häufiger Weihnachtsgeld

Eindeutig positiv wirkt es sich für die Beschäftigten aus, wenn sie in einem Betrieb mit Tarifvertrag arbeiten. Mit Tarifbindung verdienen Bürokaufleute im Durchschnitt 2.742 Euro – 20 Prozent mehr als in nichttarifgebundenen Betrieben, eine Tarifbindung macht auch die Zahlung eines Weihnachtsgelds wahrscheinlicher.

Die Ergebnisse im Detail:

  • Durchschnittliche Verdienste: Der Bruttomonatsverdienst von Bürokaufleuten beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich rund 2.411 Euro. Die Hälfte der Bürokauffrauen und Bürokaufmänner verdient weniger als 2.391 Euro.
  • Berufserfahrung: In aller Regel steigt das Einkommen mit der Berufserfahrung. Dies gilt auch für Bürokaufleute. Bei einer Berufserfahrung von bis zu einem Jahr beträgt der durchschnittliche Monatsverdienst 2.122 Euro, bei mehr als 20 Jahren steigt es auf 2.724 Euro.
  • Weihnachts- und Urlaubsgeld: Knapp 40 Prozent der Befragten geben an, Urlaubsgeld zu erhalten. Circa die Hälfte (49,5 Prozent) erhält der LohnSpiegel-Erhebung zufolge Weihnachtsgeld. Eindeutig positiv wirkt sich aus, wenn die Betriebe tarifgebunden sind.
  • Arbeitszeit: Die durchschnittliche vertragliche Arbeitszeit der Bürokaufleute liegt bei 35 Stunden in der Woche. Die ermittelte tatsächliche Arbeitszeit der Befragten liegt mit knapp 36,5 Wochenstunden leicht über dem vereinbarten Arbeitspensum. Bei 5,7 Prozent ist eine vertragliche Arbeitszeit von mehr als 40 Stunden festgelegt. Jedoch geben ca. 24 Prozent aller Befragten an, tatsächlich mehr als 40 Stunden in der Woche zu arbeiten.
  • Überstunden: Rund 33 Prozent aller befragten Bürokaufleute geben an, im Allgemeinen mehr als vertraglich vereinbart zu arbeiten. Ein im Vergleich zu anderen Berufsgruppen recht hoher Anteil von etwa 73 Prozent bekommt dafür eine entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich. 27 Prozent der Befragten erhalten keine Überstundenvergütung.

(Hans-Böckler-Stiftung / STB Web)

Artikel vom 22.09.2017

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